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Trailrunning - Delpsjoch - Delpsee

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08.9.21
Weida (Weiter)
Winni

Drei Monate nicht mehr in den Bergen gelaufen. Erst Regen. Dann mehr Regen. Dazwischen zu heiß. Und, als es wieder gegangen wäre, fing ich mir im Kraftraum eine langwierige Muskelzerrung ein. Dachte, Kreuzheben mit der Trap Bar sei eine gute Vorbereitung für die Trails. Wäre es auch, wenn man sich richtig aufwärmt und eine Scheibe weniger auflegt. 70Kg jedenfalls waren zu viel und haben mir beim Absenken die exzentrische Schweinestrang- (Hamstring) und Wadenmuskulatur geschrottet.

Erst dachte ich noch, Muskelverhärtung, als ich dann aber schon nach 200m Gehen einen dumpfen, anschwellenden Schmerz von der linken Wade bis rauf in die Pobacken spürte, der mich zwang, stehen zu bleiben, wusste ich, dass es etwas anderes sein musste. Immerhin: Radfahren und Schwimmen ging (konzentrische Muskelarbeit). Dazu plagt mich seit Anfang Mai bis heute wohl ein Impingement-Syndrom in der linken Schulter. Die aber brauche ich zum Laufen nicht wirklich. Den Schafreuter allerdings musste ich mir abschminken, denn Kraxeln geht noch nicht. Also den Nachbarn, das Delpsjoch.
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Hier die Etappen meiner 16km langen Runde, unterfüttert mit 1340hm: Parkplatz Tölzer Hütte im Risstal - Tölzer Hütte über den rechten Anstieg – Delpsjoch (1945m) – Delpsee (1589m) – Tölzer Hütte – Parkplatz über linken Anstieg. Hier die Route auf BRouter.de und hier auf fatmap
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Schon einmal war ich auf dem Delpsjoch, zusammen mit Christian, nachdem wir den Schafreuter überschritten hatten. Damals im Juni starteten wir an der Oswaldhütte, heute parke ich auf dem Tölzer-Hütte-Parkplatz, schlecht gekennzeichnet, dafür kostenlos. Von Anfang an laufe ich mit Stöcken, um zu sehen, wie sehr die Schulter schmerzt. Hält sich erstaunlicherweise in Grenzen.

Ein feiner Pfad durch den Bergwald bringt mich nach oben, ich bin nahezu allein unterwegs. Nur zwei junge Burschen kamen mir entgegen. Nach 4km und gut 600hm erreiche ich einen Abzweiger mit einer Wandertafel: Tölzer Hütte – Beide Wege. Spontan entscheide ich mich, geradeaus weiterzulaufen, mit Blick auf das Delpsjoch. Ich lande in einer kesselförmigen Eintiefung mit satten Gräsern.Von unten kein Wegverlauf erkennbar. Unter meinen Füßen aber ein lustiger, schmaler Pfad, der mich in vielen Windungen immer höher trägt. Die Sonne knallt herein, kein Wölkchen am Himmel. Ich schraube mich weiter hoch.


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Delpsjoch - Delpsee - 8.9.21



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Der Bergrücken des Schafreuters taucht auf, dann die Tölzer-Hütte. Auf der Terrasse keine Gäste. Dafür eine Tafel: GGG. Selber schuld, denke ich mir, für den nur UUU gilt: Ungeschlumpft – Ungetestet – Unbeugsam. Ich frage, ob sie einen Brunnen haben. Nein, aber X,Y und Z, sie würde es mir reichen. Ich lehne dankend ab, habe noch genug gebunkert.

Ich wende mich dem Delpsjoch (1945m) zu, die ersten Wolken ziehen am Himmel auf. Vor mir gut 100hm mit einer Steigung von 16 Grad. In wenigen Minuten erreiche ich das einfache Holzkreuz auf dem schmalen Gipfelchen. Gleich mal hinunter geguckt auf den Delpsee in der Senke. Eigentlich sind es zwei Seen, ein vorderer und ein hinterer. Auch sonst die Panoramen sehr lohnend, vor allem der Blick zum Schafreuter, wo mir Nebel am 11.11.20 leider die Sicht vermiest hatte.

Und jetzt, am Gipfel, vermiesen mir Ameisen und Fliegen einen längeren Aufenthalt. Frisch gestärkt mache ich mich auf den Weg hinunter und erreiche die Tölzer-Hütte. Hier beginnt der holprige Weg zum Delpsee. Karg die Landschaft, aber wunderschön. Gämsen pfeifen, lassen sich aber kaum blicken. Auch nicht, als ich an der Quelle des Krottenbachs, der den Delpsee speist und danach hinunterstürzt ins Krottenbachtal, eine weitere Pause mache.

Wenig später lande ich in der Senke unterhalb des Baumgartenjochs. Direkt an den See gehe ich nicht, da sumpfiges Gelände. Vielleicht ist er aus der Ferne auch schöner anzusehen. Ich beginne einen Plausch mit einer Münchnerin, die kurzentschlossen nach Fall gefahren und über das Krottenbachtal hier raufgekommen ist. Das letzte Stückchen war sehr steil, meinte sie, sie musste auch die Hände einsetzen - hier ein MTB-Video.

Von mir schon lange geplant, aber erst mal verschoben, ist die Runde von Fall aus über den Kotzen auf das Stierjoch und übers Krottenbachtal zurück. Kommt vielleicht noch. Erst aber möchte ich an einem Sonnentag ins Karwendel.

Ein älteres Wanderpärchen taucht aus dem Tal auf, das die Stierjoch-Umrundung machen möchte – eine ambitionierte Wanderung. Sie sehen jetzt schon fertig aus. Ich drücke die Daumen.

Ursprünglich wollte ich das Stierjoch noch mitnehmen, - habe es aber stehen lassen -, denn insgesamt gut 1600hm wollte ich meiner Beinmuskulatur noch nicht antun. Ich laufe wieder zurück, rauf zur Tölzer-Hütte und …

… treffe eine blöde Entscheidung: Obwohl ich mich beim Hochlaufen auf die tollen Serpentinen hinunter gefreut hatte, wähle ich den kürzeren Pfad durch den Wald; um etwas anderes zu sehen. Der Trail aber ist bockig, unflowig, und die Landschaft ist auch nicht schöner. Vielleicht aber sehe ich die Serpentinen bald wieder, denn der Schafreuter steht noch aus; vielleicht im Oktober.

Immerhin bin ich glücklich, dass ich beim Runterlaufen dieser 5km und 900hm keinerlei Schmerzen habe. Um die linke Schulter zu schonen, setze ich nur rechts den Stock ein.

Es war ein guter Tag, ein Tag, auf den ich lange warten musste. Wenn man aber eine Freundin hat, meine heißt Resi, dann muss man sich keine Sorgen machen. Bis bald, Resi Lient.

Bis bald
In the meantime: The New Appalachians Susanna Gale

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