18.10.21 Stufenallerlei Winni
Über Rundbohlen, flache Bohlen, Felsstufen, Wurzelstufen geht es steil nach oben. Nur die Metalltreppen muss ich heute leider auslassen, dazu später mehr. Erstmal aber geht es vom Wanderparkplatz Klamm 3,5km entlang der Weißach zum Parkplatz Bayerwald.
Hier beginnt der 3km lange und steile Steig im Bergwald mit unzähligen Stufen hinauf an den Fuß des Roß- und Buchstein. Laufen geht für mich nur auf wenigen Passagen. Also schalte ich auf den schnellen Wandermodus. -------------------------------------------------------- Hier die Etappen meiner 15km langen und mit 840hm unterlegten Runde: Parkplatz Klamm– Parkplatz Bayerwald– Sonnenberg Niederleger– Roßsteinalm – Hochplatte(1595m) – Roßsteinalm - Buchsteinhütte– Klamm. Hier die Runde auf Brouter. --------------------------------------------------------
Der Bergwald spuckt mit aus und vor mir baut sich die Südseite des weithin zu sehenden markanten Doppelgipfel auf. Dazwischen die bekannte Tegernseer Hütte. Ich drehe mich um blicke auf den ebenfalls auffälligen Leonhardstein. Wenig später lande ich am Abzweiger zum Südaufstieg, gekennzeichnet als gefährlicher Weg. Brauche ich nicht.
Auf mich wartet der nordseitige Altweibersteig. Zweimal bin ich hier schon hoch, zuletzt 2017. Heute aber ist schon der Zustieg, die Traverse, vereist. Nach wenigen Metern drehe ich um, vor allem, um ein Wegrutschen auf dem geneigten Weg zu vermeiden. Meine Schulter ist auf einem guten Weg, jedes „Rutschen“ schießt sofort in die Entzündungen des Supraspinatus und der Bizepssehne. Beide leicht angerissen.
Wenn nicht RuB-Stein, wohinauf dann? Rüber zum Schönberg reicht die Zeit nicht mehr. Vor mir ein Berg ohne Kreuz, aber mit einem Menschen, der hoch geht. OK! Den nehmen wir, den Berg. So entdeckte ich die Tegernseer Hochplatte, ein sonnenverwöhnter Hügel mit toller Sicht auf den RuB-Stein.
Geschwind geht es wieder runter zur Roßsteinalm. Gleich ums Eck rum und ich lande im Schatten. Der Pfad ist steil und batzig. Ich rutsche weg und lande … Autsch! Der im Grunde harmlose Sturz in Zeitlupe wirft die Heilung meiner Schulter um eine Woche zurück. Weiter unten dann noch Sonne und ein trockener Pfad. Keine Menschenseele hier unterwegs. Ich erreiche die Buchsteinhütte. Heute geschlossen. Eine Terrasse mit wenig Aussicht, dafür ein romantisches Eckchen. Von hier geht auch der Versorgungslift hoch zur Tegernseer Hütte.
Bei mir endet hier die Romantik, es geht auf einem Wirtschaftsweg dahin, der aber dreimal durch einen Pfad abgekürzt wird. Weiter geht es in Richtung Klamm. In dieser angekommen laufe ich rechts des Schwarzenbachsden holprigen Wanderweg. Auf der anderen Seite verläuft der breite Wanderweg zur Schwarztennen Alm, ein beliebtes Ausflugsziel. Noch ein kurzer Stopp an einem Blechrohr mit der Aufschrift „Aussicht“, natürlich auf den Leonhardstein. Wenig später lande ich am Parkplatz.
Fazit: Nicht unbedingt eine Runde fürs Trailrunning, da der Anstieg sehr steil. Lohnenswert jedoch der Aufstieg zur Tegernseer Hütte, egal ob von vorne oder hinten. Schön zum Verweilen und Sonnen ist die Hochplatte. Der Downhill zur Buchsteinhütte ist steil und schwierig. Landschaftlich aber reizvoll. Schön der läuferische Ausklang in der Klamm.
Bis bald: In the meantime: Wisdom – Hero*
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