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Trailrunning: Eckbauer - Elmau - Wamberg

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23.04.20
Soll es so sein!
Winni

Noch immer hält die Coronoia in München an, die Maske Eckbauer und Gschwandtnerbauer. Als wir damals am Parkplatz Skistadion ausgestiegen sind, hatte es Minus 11,5 Grad. Heute scheint die Sonne von einem chemtrailfreien blauen Himmel.

Geplant ist die heutige Runde als langer Lauf in profiliertem Gelände vor fantastischer Kulisse. Trails erhoffte ich mir, gab es nur leider kaum. Steil ist der Hang, wo die Skisprungschanze steht, steil geht es links davon auf einem breiten Wanderweg die 4,3km lange und mit 500hm unterlegte Berglaufstrecke nahe der Eckbauerseilbahn hinauf.

Schon unten der Hinweis: Strecke gesperrt wegen Forstarbeiten. Will ich gucken und schraube mich hoch. Kurz vor der Bergstation dann das Transparent: Vorsicht – Lebensgefahr! Wie und wo mein Leben möglicherweise in Gefahr ist, bestimme ich allein, also laufe ich umsichtig weiter. Der starke Wind war gestern, die noch stehenden Bäume sehen gesund aus. Ein Mikado kann hier nicht stattfinden.

Stilvoll klingt die Stiehlsäge weiter oben aus dem nicht mehr vorhandenen Wald; trauriges Bild, wie so oft bei meinen letzten Läufen. Die beiden Forstarbeiter zerkleinern einen liegenden Stamm. Ich laufe weiter, ohne beachtet zu werden, laufe rauf zum Gasthof Eckbauer und erfreue mich am Panorama und den morgendlichen, scharfen Konturen der prächtigen Wetterstein.

Ebenso klar sind die Etappen meiner heutigen 28km langen Runde, die erstaunliche 1200hm hatte: Erstmal runter nach Elmau, da überwiegend sonnenexponiert, die Kühle des Morgens genossen. Ja, es ist ein langweiliger Forstweg ohne nennenswerte Auf und Abs, aber das entfesselte Laufen tut gut, die Lunge füllt sich mit Terpenen und die Sicht auf das Karwendel in Laufrichtung ist grandios.

Nach 9km erreiche ich das Schloss Elmau, den ersten Hotelkomplex. Ich schleiche mich herum, entdecke einen edlen Swimmingpool, randvoll, wie man sich das bei einem Bier wünscht. Eine einzige Schwimmerin. Fragt freundlich, was „wir“ für Sie tun können. Ich unterhalte mich eine Weile mit ihr, dachte zunächst, ich sei unerwünscht. Dann schaue ich mir noch die anderen Gebäude an und stelle mir vor, hier mal ein paar Tage zu verbringen. Schöne Vorstellung. Schönen Vorstellung auch, von hier mal eine Runde hoch zum Schachen zu drehen.

Ich laufe weiter eine Teerstraße entlang, die Sonne brennt im Nacken. Bei Kilometer 12 geht links ein Pfad rauf zur Elmauer-Alm. Endlich Schatten und etwas, das sich Trail nennen darf. Nach einem Gatter bin ich schon wieder in der Sonne, erreiche die kleine urige Alm und seufze innerlich: Wie schön wäre hier ein eiskaltes Bier. Aber dann wären wir ja alle Verbrecher.

Von hier aus wäre es ein Klacks auf den Wamberg, da ich heute aber Strecke machen will, laufe ich ein Stück zurück und orientiere mich in Richtung Kranzbach/Klais. Bald wieder in der prallen Sonne laufe ich den Wirtschaftsweg in östliche Richtung und halte Ausschau nach dem Abzweiger hinauf zum Hirzeneck.

Erstmal aber eine Überraschung. Über einen belanglosen Satz komme ich mit einer Frau ins Gespräch, natürlich über Corona und die Folgen. Unser Gespräch erreicht eine Tiefe, die mich überrascht. Zu Hause lese ich die Uhr aus und sehe, dass ich mich eine gute Stunden mit ihr unterhalten habe.

Ich laufe weiter und erreiche links einen nicht ausgeschilderten Weg, laufe den holprigen Karrenweg hoch, erreiche den Wald und bald eine schöne Lichtung. Oben angekommen schaue ich drüben runter, mehr gibt es hier nicht zu sehen. Enttäuscht bin ich darüber, dass der Weg zum Wamberg und weiter zum Eckbauer, den ich nach 22km erreiche, ein breiter Wirtschaftsweg ist. Das schönste Stückchen heute ist der schmale, geleckte Wanderweg ab Eckbauer hinunter in Richtung Graseck, der in kurzen Serpentinen den steilen Bergrücken im Wald hinuntermäandert. 2 km purer Laufgenuss!

Der Weg runter zur Partnachklamm ist leider gesperrt, so dass ich weiter auf Teer laufen muss. Vorbei an der ältesten Kleinkabinenbahn der Welt lande ich auf einem Straßenabschnitt, den ich nicht mit dem Auto fahren möchte. Gach geht es hinunter in eine enge Kehre hinein, in der eine Ausweichmöglichkeit vorgesehen ist, die aber ohne Sicherung direkt an der Kante endet. Ich tippel hinunter, erreiche einen Parkplatz, laufe noch 2km und bin wieder am Auto.

Mir hat es gefallen. Bei noch mehr Wärme und Sonne wäre ich jedoch eingegangen. Wasser unterwegs derzeit Mangelware.

Bis bald
In the meantime: Bill Staines - Roseville Fair


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - GAP Eckbauer - Elmau - Hirzeneck - Wamberg - Graseck : 23.4.20



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