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Wintertrailrunning - Wallberg - Setzberg

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19.12.20
Stern von Bethlehem
Winni Mühlbauer


 

Stern von Bethlehem Die Große Konjunktion - abgeschlossen am 21.12.20 zum Julfest, dem eigentlichen Weihnachten



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In Vorfreude auf das schönste Weihnachten seit langem, im Herzen die Gewissheit, dass der Transformationsprozess weiterhin gut vorankommt, im Geiste vorbereitet auf den weiteren Aufstieg meines Bewusstseins in eine höhere Dimension, zieht es mich hinauf, rauf zum Gipfel des Setzbergs.

Gegen 16 Uhr laufe ich los, wähle den holprigen Winterweg – einst der Weg des Wallberglaufs, mein Katalysator fürs Trailrunning, und halte mir runter den breiten Sommerweg offen. Zahlreiche Wanderer kommen mir entgegen, beeilen sich, vom Berg herabzukommen. Mich zieht eine Kraft hinauf; von 17 bis 18 Uhr ist in südwestliche Richtung die Große Konjuktion am besten zu sehen.

Der Pfad im Bergwald ist trocken, oben, kurz vor dem Wallberghaus auf 1500m, liegt Schnee. Rauf zum Setzberg bin ich froh, meine Trailschuhe mit Spikes gewählt zu haben. Der steile Anstieg ist teilweise eisig, ansonsten griffiger Schnee. Mit der letzten Phase der Dämmerung erreiche ich den Gipfel des Setzbergs (1706m).

Vollkommene Stille

Sorgar der Wind ist still. Gut zu sehen der Stern von Bethlehem. Bin ergriffen. Erst in 400 Jahren wird es wieder zu dieser Konstellation kommen. Für mich aber hat diese Phase, die am 16.12.20 begann und bis 24.12.20 dauern wird, eine weitere Bedeutung, eine spirituelle. Im Hintergrund laufen derzeit viele Ereignisse gleichzeitig ab, die, treffen sie in naher Zukunft in einem Punkt zusammen, die gesamte Welt verändern werden, verändern im Positiven. Kurz gesagt:

Es wird biblisch

Ich erde mich und blicke hinaus … verweile … fühle mich geborgen, während es langsam dunkler wird. Kurz bevor das Restlicht verschwindet, prüfe ich meine Stirnlampe und stecke Ersatzbatterien in meine Jackentasche. Noch ein Riegel und ich mache mich auf den Weg. Meine Stirnlampe, schon in die Jahre gekommen, stelle ich auf die kleinere Stufe, mehr Licht brauche ich nicht. Der Kegel beleuchtet den Trail im Schnee vor mir, der bergab besser zu laufen ist als bergauf; nur in den vereisten Kehren muss ich aufpassen.

Schon am Gipfel habe ich hinüber geschaut zum beleuchteten Wallbergkircherl, wo unterhalb die Paraglider starten und eine Webcam den Tegernsee auch bei Nacht zeigt. Mein nächstes Ziel. Steil geht es hinauf, die Spikes beißen ins Eis. Drei Wanderer kommen mir entgegen, mit Lumenpower, die mich blendet. Dann wieder mit Funzellicht weiter. Zwei Mountainbiker machen es sich an der Kapelle (1600m) gemütlich, ein Pärchen, das mich rauf überholt hatte.

Ich vernasche derweil meine Begleitung auf dem Weg nach oben, ein paar Gummibärle, schalte meine Stirnlampe eine Stufe hoch und freue mich auf die 850hm Downhill. Erst noch vorsichtig über Schnee und Eis, dann aber, auf dem trockenen und breiten Sommerweg, ballere ich durch den Bergwald hinunter, vollgetankt mit Energie und guter Laune, laufe durch die Dunkelheit und blicke hin und wieder zu den Sternen unter mir, Lichtpunkte rund um den Tegernsee, die unmerklich größer werden.

Hässliche blaue Lichterketten verunzieren das Wohngebäude der Wallbergbahnbetreiber, die meinen, auch sie müssten jetzt 5 Euro fürs Parken kassieren, wobei sie eigentlich wissen sollten, dass für viele 3 Euro die Schmerzgrenze sind. Entsprechend standen bei Ankunft die Autos wie an einer Perlenschnur aufgereiht auf der Zufahrtsstraße. Auch meins. Ich erreiche es um 19:15 Uhr und mache mich ohne mich Umzuziehen auf den Heimweg.

Muss mich sputen, um vor 21 Uhr zu Hause zu sein. Nicht wegen der Ausgangssperre, sondern weil ich noch arbeiten muss. Ich gehöre zu den Freiwilligen, die nachts die Toten aus dem Viertel wegbringen. Der Nachteil dieses Ehrenamts ist, dass ich keine Zeit dafür habe, den Fernseher einzuschalten oder die Tageszeitung zu lesen. Wobei: Wenn man die Zeitung liest erfährt man nicht, was in der Welt passiert, sondern nur, was in der Zeitung steht.

Hier die spirituelle Runde mit 13,5km und knapp 1.100hm auf www.brouter.de Und hier der Wallberg/Setzberg auf fatmap.com

Bis zum nächsten Mal. In the meantime:
I'm Going Home, It's Christmas Time Ralph Stanley


 

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