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Trailrunning: Westufer Achensee - Seebergspitze

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8.7.20
Steige, seid gegrüßt
Winni

Achenkirch. Parkplatz Hinterwinkel (916m). Ums Eck rum, und schon bin ich auf einem alpinen Trail mit Karibik-Feeling unterwegs: dem Gaisalmsteig am Westufer des Achensees.
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Hier die Etappen meiner 25km lagen und mit 1420hm unterlegten Toptour: Achenkirch - Gaisalm – Pertisau – Pletzachalm (1040m) – Pasillsattel 1682m) – Seebergspitze (2085m) – Passilsattel – Passilalm (1557m) – Seekaralm (1500m) - Achenkirch. Runter bin ich hier schon mal.

Es ist steil, nur steil. Für mich geht es jetzt auf allen Vieren weiter. Ich packe meine Stöcke aus und schraube mich die 630hm hinauf zum Pasillsattel (1682m) am Fuße der Seebergspitze. Erstmal. Angekommen geht es gleich weiter, rechts hinauf über den Ostgrat, weitere 400hm. Jetzt aber im Schneckentempo. 1 Stunde stand auf der Wandertafel, wird wohl auch für mich stimmen. Immer wieder bleibe ich stehen, drehe mich um und genieße den Blick ins Karwendel und zur Hohen Gans samt Nachbarn. Auch hinunter zur Pasillalm.

Ich überwinde kleinere Kletterstellen und nähere mich dem Gipfel. Der felsige Pfad am Grat entlang ist nie ausgesetzt, wenngleich er sich immer mehr der Kante nähert. Direkt an der Kante übersteige ich einen hüfthohen, latschenbewachsenen Felsaufbau und erreiche die Südseite. Ab hier und besonders kurz vor dem Gipfel, ist Vorsicht angebracht. Rechts geht es hübsch weit hinunter, wenn auch nicht sehr steil. Der Pfad ist jedoch geröllig und felsig.

Nach 15km stehe ich endlich am Gipfel (2085m) und atme tief über den Bauch ein und aus. Anders als beim letzten Mal hier oben Mitte November 2018 möchte ich heute entspannt die Aussicht genießen. Damals dachte ich nur: Schei… wie kommst du da wieder runter? Eine halbe Stunde schaue ich in alle Himmelsrichtung, vor allem aber hinunter zum Achensee und hinüber ins Rofan, ein Lieblingslaufgebiet von mir, sommers wie winters. Niedrig von hier aus das Ebner Joch mit seiner markanten Spitze.

Frisch gestärkt mache ich mich an den Abstieg ohne Stöcke, um die Hände frei zu haben. Nach erneutem Wechsel, diesmal auf die Nordseite, greife ich wieder zu den Stöcken und steige weiter ab.

Wildromantisch schlängelt sich der Pfad vom Pasillsattel hinunter zur Alm (1557m), ich laufe durch üppiges Grün und vorbei an Steinformationen, die wie aus einem riesigen Würfelbecher verteilt die Alm zieren. Eiskaltes Wasser sprudelt aus dem Brunnen. Zeit, den Kopf abzuschrecken und den Motor wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Und die Flasche aufzufüllen.

Die nächsten drei Kilometer hinunter zur Seekaralm sind lästig. Sonnenexponiert geht es teilweise steil rauf und runter; bin geneigt, ein wenig Spazieren zu gehen. Wenn da nicht Texasrock und Metal mir Beine machen würden.

"Wiener Blut" von Rammstein läuft zufällig, mit der Textpassage „Den Augenblick von Zeit befreien“*. Philosophischer kann man Trailrunning wohl nicht beschreiben.

Im Rückblick die Seebergspitze von ihrer wilden Seite in bestem Licht, verbunden durch einen Grat mit der Seekarspitze. Sehnsuchtsort für Schwindelfrei. Nach knapp 20km erreiche ich die Seekaralm, erfrische mich wieder am Brunner und wähle dieses Mal einen anderen Pfad als üblich (Oberaubach) hinunter zum Parkplatz (Die bessere Wahl). Dazu geht es an der letzten Hütte, die etwas abseits liegt, direkt an der Hauswand entlang weiter, statt auf dem Wirtschaftsweg.

Über einen einfach zu laufenden Singletrail geht es m Bergwald in zahlreichen Kurven runter zur Koglalm und von dort über den Koglalmsteig weiter bergab, bis der Pfad in einen Wirtschaftsweg mündet. Alles gut beschildert übrigens. Nach 25km erreiche ich das Auto, unterhalte mich mit ein paar jungen Bergsteigern, die den Guffert über den schweren Nordanstieg erzwungen haben und jetzt kurz in den See springen wollen. Ich will nach Hause. Bin erschöpft. Kaffee, Quark und koffeinhaltige Schokolade gefuttert, und ab die Post.

Tipp zu dieser Toptour: Tag mit blauen Himmel wählen. Früh starten, ca. 9:00 Uhr (Licht und Temperatur). Hier die Runde auf BRouter.de
Bis bald: In the meantime: Chris Hillman - Wildflowers


 

Winn Mühlbauer - Trailrunning: Westufer Achensee 8.7.20



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