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Trailrunning: GAP - Notkarspitze - Brünstelkreuz

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25.8.20
Einsame Pfade
Winni Mühlbauer

Vorerst zum letzten Mal auf die Autobahn nach GAP, der Ober(st)au nervt. Der Klassiker hinauf zur Notkarspitze beginnt in Ettal und führt über die Ziegelspitze. Wird meist als Runde über die Ettaler Mühle gegangen und ist teilweise ausgesetzt.

Ich dagegen starte nahe GAP am Pflegersee und muss erst mal über einen Bergrücken zwischen Vorderer Feldernkopf und Brünstelkreuz, eine Tour, die ich am 24.6.20 gemacht habe.

Drei Gipfel und drei Anstiege liegen vor mir. Der erste, ein aufgelassener Steig hinauf zum Brünstelkopf ist schwer zu finden, steil und wildromantisch.

Hier die Etappen meiner 19km langen und mit 1400hm unterfütterten Runde: Pflegersee – Brünstelkopf – Notkarspitze – Brünstelkreuz – Giessenbachsattel - Reschbergwiesen – Pflegersee.

Zwei ältere Herrschaften treiben genüsslich durch den Pflegersee. Ich laufe los und erreiche den ERSTEN Abzweiger – Orientierung einwandfrei: Wandertafel Notkarspitze, 3 Stunden, Weg 262. Ich laufe den schmalen Wanderweg hoch und lande nach ca. 4 km beim ZWEITEN Abzweiger. Kein Schild mehr. Allerdings weiß ich vom Juni, dass es links zur Enning Alm geht. Blick aufs Navi: Der Weg, der mich zu dem Pfad führt, den ich heute direkt zum Kamm zwischen Zunderkopf und Brünstelkopf hinauf will, geht weiter oben links ab.

Ich erreiche den DRITTEN Abzweiger – keine Wandertafel. Nichts! Dank Navi biege ich rechts ab und weiß spätestens dann, wenn ich in einer Sackgasse lande, dass ich richtig bin, denke aber, dass ich den VIERTEN Abzweiger, den besagten Pfad, sehen werde. Pustekuchen! Der Weg ist nach ca. 5 km zu Ende. Ich drehe um und suche … und suche. Navi raus: Es zeigt mir, dass ich direkt davor stehe. Ich sondiere die Stelle vor mir und sehe nur Bäume und Gräser. Cool!

Dann aber erkenne ich eine Art flache Rampe mit Gras bewachsen, die nahezu parallel zum Weg nach rechts verläuft. Also los. Über dichtes hohes Gras geht es weiter. Bald lande ich auf einem aufgelassenen bzw. kaum begangenen Pfad, der mich tief hinein in den Bergwald und über Lichtungen hinauf bringt – durch unberührte Natur. Etwa mittig auf www.fatmap der Wanderweg mit Sackgasse (unterbrochene Linie W-O) und der abzweigende Pfad (getupfelt)

Teilweise ist der Pfad überwuchert und nur fußbreit. Ein Traum! Nach 7,5 km lande ich oben am Kamm. Rechts weiter erreiche ich den ersten Etappenpunkt, den Brünstelkopf.

Von hier aus geht es direkt hinüber zur Notkarspitze; eine Wandertafel lügt: 2 Stunden (Wandern). Hin und zurück vielleicht. Allerdings erweist sich der steile Abstieg als holprig und schwierig. Weglos geht es durch schrofiges, sandiges und felsdurchsetztes Gelände. Unten dann als Belohnung geht es ich über eine Wiese.

Vor mir der zweite Anstieg, ca. 300 hm. Ich schraube mich die unschweren Serpentinen auf 1 Kilometer hinauf auf den breiten Gipfel (1889m), der heute gut besucht ist. Die meisten kamen wohl von Ettal herauf. Da mache ich als Läufer dann doch lieber Umwege ;-). Ich schaue mich noch ein wenig um, schaue auf meinen Rückweg und habe schon lange entdeckt, dass ich den steilen Abstieg nicht wieder hoch muss, sonder quer rüber laufen kann. Auf halbem Weg gibt es noch eine Alternative: Hoch zum Brünstelkreuz, oder unterhalb weiter. Auch wenn ich erst vor kurzem am Kreuz stand, die Aussicht ist schön, vor allem auf dem Bankerl unterhalb des Gipfels (1734m).

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte: Das letzte Stück zum Gipfel – ca. 10hm – ist Schwerstarbeit und nicht ungefährlich. Die Stelle ist steil und sandig, bietet kaum Halt für die Füße. Mit meinen Stöcken in der rechten Hand, die linke Hand Latschen umklammernd, ziehe ich mich mehr schlecht als recht Stück für Stück hinauf. Dennoch hat es sich gelohnt, auch heute ist die Aussicht super. Zudem bin allein hier. Den Abstieg kenne ich bereits, und auch der ist steil, sandig und schrofig. Der weitere Verlauf des Pfads ist technisch schwer, ein flowiges Laufen nicht möglich.

Ich erinnere das letzte Stück vom Giessenbachsattel (1294m) hinunter zum Pflegersee (860m) als ekelhaft langen Wirtschaftsweg, der sich dehnt wie Kaugummi. Am Sattel angekommen kommt mir ein Wanderer mit Hund entgegen. Fügung? Natürlich! Ich erzähle ihm von dem Kaugummi und er bestätigt es; und er kennt eine Alternative. Zweihundert Meter weiter beginne rechts ein Pfad, der deutlich abkürzt. Und dieser Pfad …

… ist einer, von dem Trailrunner träumen. Zwar steil, aber ohne nennenswerte Wurzeln und Steine. Ich ballere die Serpentinen im Bergwald hinunter und schlage viel zu schnell auf dem Forstweg auf, der mich dann rechts weiter über die hübschen Reschbergwiesen zurück zum Pflegersee bringt. Der liegt schon im Schatten. Das Baden lasse ich heute ausfallen. Setze mich dafür in die Tupperschale und löffel genüsslich meinen selbstgemachten Bananen-Quark mit Joghurt.

Hier die empfehlenswerte Runde auf BRouter.de

Bis bald:
In the meantime: Black Lillies "Catherine"

Und hier die beiden jungen Schwedinnen, die 2017 und 2018 als Damen-Duo den (TAR) Transalpinlauf gewonnen haben.LIVIGNO SKYMARATHON 2018


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - GAP Pflegersee - Notkarspitze- Brünstelkreuz - 25.8.20



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